Vielleicht sind Sie mitten im Prozess, sich über Ihre sexuelle Identität oder Orientierung klarer zu werden. Vielleicht tragen Sie Erfahrungen mit sich, in denen Sie sich verstellen, verstecken oder rechtfertigen mussten. Manche Menschen ringen mit einem Coming-out, andere mit dem Druck von Familie oder Umfeld, wieder andere mit der Frage, wer sie eigentlich sind, wenn die Erwartungen anderer wegfallen. All das hat hier seinen Platz.
In der Psychotherapie finden Sie einen Raum, in dem nicht bewertet wird und in dem Sie sich nicht erklären müssen. Ihre sexuelle Orientierung und Identität sind nichts, was es zu behandeln gäbe. Wir schauen uns gemeinsam an, was Sie belastet, woher es kommt und was es braucht, damit Sie freier und mehr bei sich sein können. Den Weg dorthin gehen wir zusammen, in einem Tempo, das für Sie passt.
Worum es in dieser Begleitung gehen kann
Psychotherapie bei Coming-out, Diskriminierung und Anpassungsdruck
Nicht Ihre sexuelle Orientierung oder Identität ist das Thema, sondern das, was Sie im Umgang damit belastet. Vielleicht erkennen Sie sich in einigen dieser Punkte wieder:
- Sie stehen vor einem Coming-out oder mitten darin und fühlen sich damit allein.
- Sie spüren Druck von Familie, Umfeld oder gesellschaftlichen Erwartungen.
- Sie haben Ausgrenzung, Abwertung oder Diskriminierung erlebt, die nachwirken.
- Sie haben gelernt, sich anzupassen, und verlieren dabei das Gefühl für sich selbst.
- Sie fragen sich, wer Sie sind, wenn die Erwartungen anderer wegfallen.
- Sie müssen sich verstellen, verbiegen oder verstecken.
- Sie können nicht so sein, wie Sie gerne sein würden.
- Sie empfinden, dass etwas in Ihnen nach außen möchte, wissen aber noch nicht recht, was es ist.
Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sind Sie damit nicht allein, und es liegt nicht an Ihnen.
An wen sich diese Begleitung richtet
Diese Begleitung ist für Menschen da, die einen Raum suchen, in dem sie sich nicht erklären müssen:
- LGBTQI+ Menschen sowie alle, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, trans, inter, queer oder nicht-binär verstehen – ebenso wie Menschen, die sich noch auf der Suche nach ihrer sexuellen Identität oder Orientierung befinden.
- Menschen vor, während oder nach einem Coming-out
- Menschen, die unter Diskriminierung, Anpassungsdruck oder Konflikten mit dem Umfeld leiden
Es geht nicht darum, Sie zu verändern oder einzuordnen. Es geht darum, einen Ort zu haben, an dem Sie ganz Sie selbst sein können, und an dem das Platz hat, was Sie beschäftigt.
Kleiner Selbstcheck
Diese Fragen sind kein Test und keine Diagnose. Sie können Ihnen helfen, Ihr Erleben zu ordnen.
Wenn Sie mehrere Fragen mit Ja beantworten, kann ein Gespräch ein guter nächster Schritt sein.
Verstelle ich mich oft, um nicht anzuecken?
Belastet mich der Umgang anderer mit meiner Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung?
Wünsche ich mir einen Ort, an dem ich mich nicht erklären muss?
Habe ich Ausgrenzung oder Abwertung erlebt, die in mir nachwirkt?
Spüre ich Druck von Familie, Umfeld oder gesellschaftlichen Erwartungen?
Fällt es mir schwer, zu mir und meinem Weg zu stehen?
Habe ich das Gefühl, mich anpassen zu müssen, um dazuzugehören?
Beschäftigt mich die Frage, wer ich bin, wenn die Erwartungen anderer wegfallen?
Wie ich Sie begleite
Diversitätsbewusste und gendersensible Psychotherapie in Wien
In der Therapie schauen wir zuerst darauf, was Sie erleben, und ordnen es gemeinsam ein: Was belastet Sie, seit wann, und in welchen Situationen wird es stärker? Wenn Sie es gewohnt sind, sich anzupassen oder zu verstecken, kann es ungewohnt sein, offen über sich zu sprechen. Hier müssen Sie das nicht. Sie geben das Tempo vor, und oft zeigt sich dabei, dass hinter Druck, Unsicherheit oder Rückzug Erfahrungen stehen, die lange keinen Raum hatten: Verletzungen, Anpassung oder ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit, das nie sicher erfüllt wurde.
Ich arbeite tiefenpsychologisch mit der Katathym Imaginativen Psychotherapie (KIP). Dabei nutzen wir neben dem Gespräch auch innere Bilder, die im entspannten Zustand entstehen. So lässt sich auch das in den Blick nehmen, was sich mit Worten allein schwer fassen lässt, und es entsteht ein Zugang zu den tieferen Schichten hinter der Angst. Als Psychotherapeut begleite ich Sie in einem geschützten Rahmen und in Ihrem Tempo. Das bedeutet auch, dass ich meine Arbeit regelmäßig mit erfahrenen Fachpersonen reflektiere, was zusätzliche Qualität und Sicherheit für Ihren Prozess schafft.
Kontaktaufnahme
Sie vereinbaren telefonisch oder per E-Mail ein unverbindliches Erstgespräch.
Erstgespräch
Wir lernen uns kennen und schauen, ob es für uns beide passt und wir uns einen gemeinsamen Weg vorstellen können.
Therapie
Unsere Zusammenarbeit erfolgt in der Regel wöchentlich. Die Dauer einer Sitzung beträgt 45 Minuten.
Rahmenbedingungen
Psychotherapie ist in Österreich grundsätzlich eine private Leistung. Eine Teilrefundierung von Psychotherapiekosten durch die Krankenkassen ist bei Vorliegen einer krankheitswertigen Störung möglich. Die Höhe der Rückerstattung richtet sich nach der jeweiligen Krankenkasse.
- ÖGK: € 33,70
- BVAEB: € 50,20
- SVS: € 50,00
- KFA: € 37,00
(Stand 01.01.2026)
Häufig übernimmt aber eine private Zusatzversicherung einen Teil der Kosten, erkundigen Sie sich dazu am besten direkt bei Ihrer Versicherung.
Bitte sagen Sie Termine spätestens 48 Stunden (Arbeitstage Montag bis Freitag) vorher ab, sonst muss ich die reservierte Zeit in Rechnung stellen.
Schweigepflicht gemäß § 15 PthG
Als Psychotherapeut unterliege ich gemäß § 15 PthG während und nach einer Therapie einer uneingeschränkten Schweigepflicht. Die Psychotherapie ist ein gesetzlich geschützter Raum.

Meine Praxis in 1020 Wien
Meine Praxis liegt in 1020 Wien, in der Leopoldstadt. Persönliche Termine finden hier vor Ort statt.
Alle sind willkommen
Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen auf ihrem Weg zur psychischen Gesundheit und Persönlichkeitsentfaltung individuell zu begleiten. Alle, die den Wunsch verspüren, etwas zu verändern und bereit sind, sich mit den eigenen Gefühlen und Erfahrungen auseinanderzusetzen, sind bei mir herzlich willkommen.
Häufige Fragen zur Psychotherapie
Nein. Ihre sexuelle Orientierung und Ihre Identität sind kein Problem und nichts, was es zu behandeln gäbe. Sie sind ein Teil von Ihnen. Thema in der Therapie ist nur das, was im Umgang damit belastet, etwa Druck von außen, Diskriminierungserfahrungen oder innere Konflikte. Ihre Identität selbst steht nicht zur Diskussion, sondern vielmehr die Frage, wie Sie diese entfalten und glücklich leben können.
Es bedeutet, dass ich Ihre Lebensrealität ernst nehme, ohne sie zu hinterfragen oder zu pathologisieren. Sie müssen sich nicht erklären, rechtfertigen oder Grundlagen erst vermitteln, bevor es um Sie gehen kann. Sie begegnen hier keinen Vorurteilen, sondern einem Gegenüber, das Ihre Gedanken, Sorgen und Gefühle versteht und nachempfinden kann.
Ja. Sie müssen nichts wissen oder festlegen, bevor Sie kommen. Sich Zeit zu nehmen, Fragen offenzulassen und vieles erst einmal zu entdecken und erkunden, ist völlig in Ordnung. Genau dafür ist dieser Raum da, ohne Druck, sich einordnen zu müssen.
Nein. Auch wenn Sie sich mit Fragen zu sexueller Identität, sexueller Orientierung oder zu Ihrem Umfeld auseinandersetzen, ohne sich (schon) zu verorten, sind Sie willkommen. Ebenso, wenn Sie als nahestehende Person etwas besser verstehen möchten.
Wir beginnen mit einem Erstgespräch, in dem wir Ihre Situation einordnen und klären, ob es für Sie passt. Danach arbeiten wir regelmäßig zusammen, meist wöchentlich, in Ihrem Tempo. Sie geben vor, worum es gehen soll und wie viel Sie wann teilen möchten.
Sie haben noch weitere Fragen? Melden Sie sich gerne per E-Mail oder telefonisch bei mir.
