Vielleicht fühlt sich alles schwer an, schwerer, als es sein sollte. Der Antrieb fehlt, Dinge, die früher Freude gemacht haben, lassen Sie kalt, und selbst kleine Aufgaben werden zur Last. Manche Menschen funktionieren nach außen weiter und spüren innen eine Leere, die sich ausbreitet, andere kommen morgens kaum aus dem Bett. Oft kommt die Erschöpfung mit dem Gefühl, versagt zu haben, oder mit dem leisen Gedanken, dass sich nichts mehr ändern lässt.
In der Psychotherapie finden Sie einen Raum, in dem Sie einfach sein können, ohne bewertet zu werden. Sie sind nicht schuld daran, wie es Ihnen gerade geht. Wir sehen uns gemeinsam an, welche Bedeutung die Schwere hat und was sie aufrechterhält. Und wir finden heraus, wie Sie Schritt für Schritt wieder mehr Halt, Antrieb und Stabilität gewinnen können. Das müssen Sie nicht allein schaffen. Den Weg dorthin gehen wir zusammen, in einem Tempo, das für Sie passt.
Woran Sie eine Depression erkennen
Begleitung bei depressiven Zuständen oder Episoden in Wien
Eine Depression zeigt sich nicht immer als Traurigkeit. Oft ist es eher eine Schwere, die alles überzieht. Gerade Männer erleben Depressionen häufig anders: Statt Traurigkeit stehen oft Reizbarkeit, Wut, Aggression oder das Gefühl im Vordergrund, die Kontrolle zu verlieren. Vielleicht erkennen Sie sich in einigen dieser Punkte wieder:
- Sie fühlen sich erschöpft, antriebslos oder innerlich leer.
- Dinge, die Ihnen früher Freude gemacht haben, berühren Sie nicht mehr.
- Sie schlafen schlecht oder viel zu viel und finden keine Erholung.
- Sie ziehen sich zurück und kosten alltägliche Aufgaben immer mehr Kraft.
- Gedanken wie „Ich genüge nicht“ oder „Es ändert sich nie“ begleiten Sie.
- Sie reagieren schneller gereizt, wütend oder aggressiv, als Sie es von sich kennen.
- Sie erleben Momente, in denen Sie die Kontrolle verlieren oder sich im Nachhinein über Ihr Verhalten erschrecken.
Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sind Sie damit nicht allein, und es ist behandelbar, damit es wieder besser wird.
An wen sich diese Begleitung richtet
Diese Begleitung ist für Menschen da, die sich unter der Schwere kaum noch spüren:
- Menschen mit anhaltender oder wiederkehrender Niedergeschlagenheit, Melancholie, Antriebslosigkeit oder Erschöpfung
- Menschen, die bemerken, dass ihre Stresstoleranz sinkt und immer häufiger gereizt, wütend oder aggressiv reagieren
- Menschen, die nach außen funktionieren und innen leer sind
- Menschen, die nach Krisen, Verlust oder Überlastung das Gefühl haben, nicht mehr den Boden unter den Füßen zu spüren
Es geht nicht darum, sich einfach „zusammenzureißen“. Es geht darum, die Schwere zu verstehen, sie ernst zu nehmen und Schritt für Schritt wieder mehr Lebendigkeit zu gewinnen.
Kleiner Selbstcheck
Diese Fragen sind kein Test und keine Diagnose. Sie können Ihnen helfen, Ihr Erleben zu ordnen.
Wenn Sie mehrere Fragen mit Ja beantworten, kann ein Gespräch ein guter nächster Schritt sein.
Fühlt sich vieles schwer und kraftlos an, auch wenn es keinen konkreten Grund gibt?
Habe ich die Freude an Dingen verloren, die mir früher wichtig waren?
Ziehe ich mich zurück und kosten mich alltägliche Aufgaben immer mehr Kraft?
Schlafe ich schlecht oder viel zu viel und finde keine Erholung?
Fühle ich mich oft erschöpft, antriebslos oder innerlich leer?
Begleiten mich Gefühle von Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht oder Hilflosigkeit?
Fällt es mir schwer, mich zu etwas aufzuraffen, das mir früher leichtfiel?
Funktioniere ich nach außen, während innen kaum noch etwas ankommt?
Reagiere ich häufiger mit Wut, Ärger oder Gereiztheit, obwohl ich mich eigentlich anders verhalten möchte?
Wie ich Sie begleite
Psychotherapie bei Depression in einem erwartungsfreien Raum
In der Therapie schauen wir zuerst darauf, was Sie erleben, und ordnen es gemeinsam ein: Seit wann ist die Schwere da, in welchen Situationen wird sie stärker, und was hält sie aufrecht? Gerade bei einer Depression fehlt oft die Kraft, von sich aus loszulegen. Deshalb dränge ich nicht, sondern wir gehen kleine, machbare Schritte, und oft zeigt sich dabei, dass hinter der Erschöpfung etwas steht, das lange keinen Raum hatte: ein ungelöster Konflikt, eine alte Verletzung oder Bedürfnisse, die Beachtung suchen.
Ich arbeite tiefenpsychologisch mit der Katathym Imaginativen Psychotherapie (KIP). Dabei nutzen wir neben dem Gespräch auch innere Bilder, die im entspannten Zustand entstehen. So lässt sich auch das in den Blick nehmen, was sich mit Worten allein schwer fassen lässt, und es entsteht ein Zugang zu den tieferen Schichten hinter der Angst. Als Psychotherapeut begleite ich Sie in einem geschützten Rahmen und in Ihrem Tempo. Das bedeutet auch, dass ich meine Arbeit regelmäßig mit erfahrenen Fachpersonen reflektiere, was zusätzliche Qualität und Sicherheit für Ihren Prozess schafft.
Kontaktaufnahme
Sie vereinbaren telefonisch oder per E-Mail ein unverbindliches Erstgespräch.
Erstgespräch
Wir lernen uns kennen und schauen, ob es für uns beide passt und wir uns einen gemeinsamen Weg vorstellen können.
Therapie
Unsere Zusammenarbeit erfolgt in der Regel wöchentlich. Die Dauer einer Sitzung beträgt 45 Minuten.
Rahmenbedingungen
Psychotherapie ist in Österreich grundsätzlich eine private Leistung. Eine Teilrefundierung von Psychotherapiekosten durch die Krankenkassen ist bei Vorliegen einer krankheitswertigen Störung möglich. Die Höhe der Rückerstattung richtet sich nach der jeweiligen Krankenkasse.
- ÖGK: € 33,70
- BVAEB: € 50,20
- SVS: € 50,00
- KFA: € 37,00
(Stand 01.01.2026)
Häufig übernimmt aber eine private Zusatzversicherung einen Teil der Kosten, erkundigen Sie sich dazu am besten direkt bei Ihrer Versicherung.
Bitte sagen Sie Termine spätestens 48 Stunden (Arbeitstage Montag bis Freitag) vorher ab, sonst muss ich die reservierte Zeit in Rechnung stellen.
Schweigepflicht gemäß § 15 PthG
Als Psychotherapeut unterliege ich gemäß § 15 PthG während und nach einer Therapie einer uneingeschränkten Schweigepflicht. Die Psychotherapie ist ein gesetzlich geschützter Raum.

Meine Praxis in 1020 Wien
Meine Praxis liegt in 1020 Wien, in der Leopoldstadt. Persönliche Termine finden hier vor Ort statt.
Alle sind willkommen
Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen auf ihrem Weg zur psychischen Gesundheit und Persönlichkeitsentfaltung individuell zu begleiten. Alle, die den Wunsch verspüren, etwas zu verändern und bereit sind, sich mit den eigenen Gefühlen und Erfahrungen auseinanderzusetzen, sind bei mir herzlich willkommen.
Häufige Fragen zur Psychotherapie
Viele Menschen erleben durch eine therapeutische Begleitung, dass die Schwere nachlässt und wieder mehr Zuversicht und Lebendigkeit möglich werden. Gemeinsam schauen wir, woher die Schwere kommt und was sie aufrechterhält, und gehen Schritt für Schritt in Ihrem Tempo. Wie eine Therapie für Sie verläuft, klären wir individuell.
Diese Grenze ist von außen oft schwer zu ziehen, und Sie müssen sie auch nicht selbst bestimmen. Ein Anhaltspunkt: Wenn die Schwere über Wochen anhält, sich Erholung nicht mehr einstellt, die Belastung immer wiederkehrt oder Ihr Alltag darunter leidet, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Genau das ordnen wir gemeinsam ein.
Eine Psychotherapie kommt oft ohne Medikamente aus. Ob eine medikamentöse Unterstützung für Sie sinnvoll ist, entscheiden Sie gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Beides lässt sich gut verbinden, und vieles hängt davon ab, wie ausgeprägt die Depression oder die Belastung in der aktuellen Situation ist.
An solchen Tagen müssen Sie gar nichts in der Therapie leisten – es reicht völlig aus, dass Sie einfach da sind. Gerade bei einer Depression fehlt oft die Kraft, von sich aus in Bewegung zu kommen. Wir gehen kleine, machbare Schritte in Ihrem Tempo. Den ersten Schritt haben Sie bereits gemacht, Sie sind hier und erkundigen sich. Der nächste Schritt ist, dass Sie sich für ein Erstgespräch entscheiden, und dann schauen wir weiter, was passiert.
Manche Themen lassen sich in einigen Wochen oder Monaten behandeln, andere brauchen mehr Zeit, damit es wieder gut werden kann.
Sie haben noch weitere Fragen? Melden Sie sich gerne per E-Mail oder telefonisch bei mir.
